Dienstag, 3. August 2010

Antwort: Der Wanderzirkus - Ein Zwischenspiel

Was hatte die Katzendompteusse gesagt? Clowns sind schwer zu zähmen. Sie tragen eine Maske und sind so daran gewöhnt, dass sie selten jemanden dahinterblicken lassen. Doch das Mädchen wollte nicht hören, wollte unbedingt hinter des Clown's Maske blicken und dadurch eine besondere Stellung für ihn einnehmen. Doch es schien nicht zu funktionieren, und entgegen allem, was er ihr sagte, konnte sie ihm nicht glauben, weil das verzerrte Lächeln der Maske sie irritierte... und da kam der Harlekin, der sie unterhielt und ihr Glauben machte, sie zu verstehen. Sie wurde zerrissen von zwei Darstellern, einer an der rechten Hand zerrend, einer an der Linken. Der Harlekin verlor die Geduld und riss so stark, dass sie ins Scheinwerferlicht stolperte. Die Zuschauer und Artisten verspotteten sie wegen ihres Fehlers und stießen sie von der Bühne. Erschrocken und verstört erkannte das Mädchen das ganze Desaster und war bereit, die Konsequenzen zu ziehen. Auch wenn sie trotzdem trauerte und Schutz suchte, ging sie weiterhin in den Zirkus um nicht davon zu laufen... Sie spürte die Kälte, die ihr entgegenkam, die Show war zerstört und musste erst wieder aufgebaut werden. Schuldbewusst nahm sie den Hass der Freundin des Harlekins auf und zerbrach fast an der neuen, schwarzen und traurigen Maske des Clwons. Auch die Katzendomteusse lies ihre Wut an ihr aus... natürlich, war sie doch eine gute Freundin des Clowns.

Die Zeit verging, wie es ihre Arbeit war. Und es schien sich nichts zu ändern... auch der Geschichtenerzähler, der ihr versicherte, dass sich nichts ändern würde, schien sich abgewendet zu haben. Das Mädchen wurde zu den Vorstellungen der Katzendomteusse nicht mehr eingeladen. Es gab Probleme, sollten der Clown und der Harlekin zu gleich auftreten... das Herz des Mädchens zog sich immer mehr zusammen, schließlich war sie allein daran Schuld. Sie wollte kein Mitleid, auch ging sie nicht lachend durch die Welt, weil ihr nicht danach zu mute war. Überraschend wurde sie vom Messerwerfer und vom Zirkusdirektor aufgemuntert, frei nach dem Motto "The show must go on". Der Feuerspucker verhält sich sehr neutral, was das Mädchen eigentlich gut findet. Was zwischen anderen passiert ist, geht ihn nicht wirklich was an und nachtragend ist er auch nicht.

Der Freund der Katzendomteusse scheint dem Mädchen auch wieder freundlicher entgegen zukommen und die Kälte hat sich etwas zurück gezogen. Der Clown hat seine alte Maske auf und wieder weis sie nicht, wie er ihr gesinnt ist. Die Katzendomteusse scheint mit dem Harlekin klar zu kommen. Immerhin kennt sie den Zirkus schon länger, sowie sie hinter die Maske des Clowns blicken kann, war auch der Harlekin schon länger ein Freund als das Mädchen. Doch was das Mädchen denkt ist ja nicht wichtig, da sie eine eiskalte Berechnerin ist, die keine Gefühle hat und nur eine weitere Figur im Zirkus ist...

Aufgepasst, hier kommt der Klang eines geliebten Stücks und jeder Ton trifft wie ein Messer... eins und zwei und drei und vier - TRIFFT!

4 Kommentare:

  1. Die Domteusse sah sich selbst schuldig, da sie, obwohl sie gemeinsam mit allen hinter den Kulissen saß, nicht erkannte, was für Zeichen unter den bunt geschminkten Gesichtern waren.
    Denn wenn sie ins Zimmer der Darsteller eintrat, hatten diese die Farben schon aufgelegt, jedoch nicht bunt und strahlend, sodass sie diese Gesichter für die Wahren hielt.
    Als die Freundin des Harlekins zu ihr kam, stand sie plötzlich in der Manege und wusste nicht was sie glauben sollte und was nicht. Und wie es ihre Art war, spürte sie Groll, denn ihre Freunde waren verletzt worden. Daher wandte sie sich ab, denn im Groll wollte sie nicht agieren, dass gefährdete die Show. Sie war auch keine der Hauptakteure, doch sie wollte für die Ihren da sein so gut sie konnte.

    So sprach sie denn auch aus was sie dachte, als der Harlekin und auch das Mädchen mit ihr sprachen.
    Und diese Worte sind nun Teil der Geschichte unter der Schminke der Domteusse.

    Dass die Zeit nun vergangen ist und neue Farben aufgelegt wurden, lassen die Anschlagtafeln nicht verblassen.
    Es wird aufgelegt, was benötigt wird.

    Ein Akteuer und doch keiner, denn sie ist nicht wichtig in dieser Geschichte. Nur ein Narr unter Narren.

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  2. Immer wieder das selbe Stück, dachte sich die Seiltänzerin wärend sie alles erblickte, von oben aus - wie sie es immer tat. Seit dem Vorfall wollte immer wieder ein neuer Darsteller des Zirkus'ses mit ihr über das Mädchen sprechen, dass alles verpazt hatte - doch sie schüttelte nur den Kopf. Über Dinge die Vergangen sind nachzudenken hat noch keinem Darsteller etwas gebracht - man muss die Schritte eben noch einmal üben und wieder nach draußen treten! Dass man das eine Mal gefallen ist - wissen doch so und so alle. Aber auch wenn daran gedacht wird - geht die Show weiter, und schließlich war das Mädchen nicht alleine daran schuld dass sie so wacklig auf den Beinen geworden ist.

    Wieder marschiert die Seiltänzerin über die Manege, wieder sieht und hört sie viel, vom Clown, vom Feuerspucker und vielen anderen. Sie ist ein wenig traurig darüber das das Mädchen viel leiser geworden ist als es das vorher war... und findet es schade. Nun, mit jeder Vorstellung vergeht die Zeit und die Anschlagtafeln auf denen über das Stolpern des Mädchens berichtet wurde - verblassen allmälich...

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  3. Der Clown blickt kurz hinter dem Vorhang zur Manege hervor. Ob sie etwas gelernt haben fragt er sich. Ob sie vielleicht einmal ihre Augen aufmachen und sehen das das, was er auf seinem Gesicht trägt nichts als eine Maske ist, die oh so zerbrechlich ist. Eine Frage würde genügen damit sie zerspringt. Eine Aussage würde sie ihn abnehmen lassen. Er lauscht gespannt in die Stille.
    Nichts.
    Kein Mucks regt sich.
    Nichts hat sich geändert, und alles bleibt wie es war. Der Clown macht sich auf zu seinem Wagen, die Manege hinter sich lassend. Niemand hat etwas gemerkt oder gesehen. Niemand will etwas sehen oder merken. Und so erkennt der Clown wieder einmal wie es am Ende des Tages, und der Zeit aussieht. Denn am Ende, ist und bleibt ein jeder von uns ein-

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  4. Als ob alles so einfach wäre.
    Die Seiltänzerin geht einfach über ihr Seil, ganz hoch oben in der Manege. Doch vorher musste sie ganz viel üben, damit sie diese - einfache - Aufgabe schaffen kann.
    Eine einzige Frage, nun, scheint doch nicht so schwer zu sein. Doch muss man einiges beachten - welche Frage? Zu welcher Zeit? Ist es wirklich so, dass jemand alle Masken fallen lässt, wenn man nur beiläufig eine beliebige Frage, die zufällig ins Schwarze trifft, stellt? Dazu gehört doch viel Vorarbeit... Vertrauen aufbauen zum Beispiel. Und wenn der Clown wirklich so gleichgültig ist, schert es ihn dann auch nicht, wenn jemand sich bemüht...
    Das Mädchen blickt dem Clown traurig nach. Es will etwas tun, doch es traut sich nicht - und wüsste auch nicht, was richtig wäre. Hilflos hat sie aufgegeben...

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