So schaut‘s aus bei uns, in der Früh, wenn die Leute vom Tisch aufgestanden sind und die Reste des Frühstücks dort hinterlassen – das reinste Chaos. Besonders schlimm wirkt sich dieses bei Gruppen aus, die zu acht am Tisch sitzen. Sind einmal alle weg, stehen Tassen, Kannen und Teller verlassen hier und warten darauf, von den Kellnern abgeholt zu werden. Tja, diese Kellner sind meistens damit beschäftigt, andere Gäste mit Kaffee zu bedienen oder das Buffet zu kontrollieren. Alle Tische kann man auch nicht auf ein Mal aufräumen.
Hat man also endlich mal die Zeit gefunden, nimmt man ein Tablett und sieht sich 2,3 oder mehreren Schlachtfeldern gegenüber. Der Kampf beginnt….
Meistens haben wir das eh schnell geregelt. Das Zusammenstapeln macht mir sogar Spaß ;) Gut ist es, wenn wir den Wagen benützen können, da geht vieles mehr drauf als auf ein Tablett. Wenn nicht, laden wir uns viel zu schwere Gewichte auf, mit denen wir unseren Rücken kaputt machen. Noch merken wir es nicht, aber in ein paar Jahren werden wir es bereuen!
Sonst mache ich zurzeit recht wenig. Ich schlafe, sehe mir diverse Filme an, surfe immer noch zu viel im Internet und schaffe es ab und zu, mich zum Brief- oder E-Mailschreiben aufzuraffen. Faulheit ist nicht umsonst eine der Sieben Totsünden. Obwohl auf mich laut Facebook eher Völlerei und Wollust zutrifft. Aber, ich sollte es ja nicht übertreiben – so schlimm bin ich auch wieder nicht.
Da hätten wir mal ein kleines Chaos jeden Morgen in der Arbeit, dass in eine leichte „Sisyphos-Arbeit“ ausartet… doch, was eigentlich viel wichtiger ist… das Chaos in einem selbst. Kann man da je Ordnung reinbringen? Kann ein Mensch so im Einklang mit sich selbst sein, dass er ganz sicher weiß, wer er ist, was er denkt und tut? Dass er keine Fragen an sich selbst hat? Vor allem, dass er weiß, was er fühlt…
Eine meiner Fragen ist, wie lange man braucht, um über eine Person, die man mal geliebt hat, oder in die man verliebt war, hinweg zu kommen. Wie es sein kann, dass in einem immer noch eine so große Zuneigung zu dieser Person lebt, und hofft, obwohl man sich doch gedacht hatte, damit abgeschlossen zu haben… obwohl man weiß, dass betreffende Person nicht mehr zu einem zurückkehren wird.
Kann man nach einer „erotischen Beziehung“ mit einer Person wieder zu einer normalen „Freundschaftsbeziehung“ zurück kehren? Stehen einem die Gefühle, die man einmal – oder immer noch – für die Person hat(te), im Weg? Kann es so sein wie vorher, kann man über Geschehenes hinweg sehen?
~und der Mensch heißt Mensch, weil er vergisst, weil er verdrängt, weil er hofft und liebt, weil er mitfühlt und vergibt, weil er lacht, weil er lebt...~
Grönemeyer ist mir hierzu ganz spontan eingefallen ;) Ich zitiere einfach viel zu gerne Liedtexte. Aber, was ich eigentlich sagen wollte… ich hab gerade keine Ahnung, wie es so im Allgemeinen um mich steht. Ich fühl mich irgendwie in der Schwebe – ich habe keinen „Zugang“ zu Dingen, Situationen und Menschen, die mein Alltag sind und mir nahe stehen. Ich bin auf Distanz zu den Dingen, die mich bewegen. Wenn man weit weg ist, kann man sich leicht eine Meinung zu etwas bilden, einen Entschluss fassen und sich noch so sicher sein – die Wahrheit weiß man erst, wenn man den Dingen gegenübersteht. Wenn man wirklich fühlt, was eine Situation für einen bedeutet. Auf Distanz kann man sich nur vorstellen, was man glaubt zu fühlen. Wichtig ist der Moment, in dem man die Gefühle fühlt und sie sich nicht mehr vorstellt oder ausmalt.
In meinem Zimmer ist es kalt. Der Sommer ist vorbei… Er verging so schnell. Es fühlte sich nicht wie Sommer an. Es fühlte sich gar nicht an… Wo sind die Zeiten hin, als ich noch jeden Tag im See verbrachte? Als ich mit Freunden Eis essen ging oder Radtouren machte… und nicht die meiste Zeit arbeitete, schlief oder vor dem PC saß.
Die Sommerferien sind ganz anders, wenn man sie mit Aufgaben füllt. Wenn man Arbeit hat, zu der man regelmäßig – wie zur Schule – erscheinen muss. Die Zeit vergeht schneller, wenn man sich auf etwas freut. Wenn man von einem freien Tag zum Nächsten denkt. Natürlich scheint die Zeit immer so lang zu sein… aber sie vergeht, und meist ist sie im Nachhinein kaum zu fassen. Als Kind lebte ich den Sommer, jeden Tag, interessierte mich nicht für Morgen, für Uhrzeit oder Wochentag, die Zeit war mir egal. Also war ich Zeitlos – wodurch man auch nicht sagen konnte, ob die Zeit überhaupt verging. Irgendwann war es dann langweilig… manche Freunde waren zu weit weg, man hing immer mit der Familie herum und hatte keine Aufgabe. Ich freute mich noch auf die Schule, bis ich ca. 16 war. Dann fing ich an zu Arbeiten – und hatte keine Sommerferien, die mir langweilig werden konnten ;)
Ich finde es lustig, am PC zu sitzen und ganz schnell zu schreiben. Ich glaub, das hab ich im vorhergehenden Post schon erwähnt. Ich würde auch so gerne Geschichten schreiben – aber es fehlen mir Ansporn und Kreativität gleicher Maßen… Ich habe keine Ideen, oder ich kann eventuelle Einfälle nicht umsetzen. Dann hab ich abwechselnd mal wieder keine Zeit und keine Lust. Achja, das Leben ist schwer. Ich fühl mich ja im Moment gar nicht so schlecht, also sollte ich mich nicht aufregen! Ich bin zufrieden, gesund, verdiene Geld, habe Freunde und schönes Wetter. Was will man mehr? Noch Modelmaße haben, irgendwie berühmt sein, super singen, malen, tanzen und schreiben können, reich sein, blah blah – das alles braucht man doch gar nicht, zum Glücklich sein. Jeder Mensch hat seine eigenen kleinen Mosaikteilchen, die ihn zum Glück führen. So definiert auch jeder „Glück“ anders. Beziehungsweise den Weg zum Glück. Das Gefühl, denke ich mir, bleibt für alle gleich: Schwerelosigkeit. Der Flow-Zustand, in dem die Energie ohne Hindernisse durch den Körper fließen kann, einem alles gelingt, man rund um zufrieden ist, die Zeit und alle Probleme vergisst. Oder so in der Art ;)
Lieder: Mensch, Dieses Leben,