Montag, 31. August 2009

Im Kampf gegen das Chaos

So schaut‘s aus bei uns, in der Früh, wenn die Leute vom Tisch aufgestanden sind und die Reste des Frühstücks dort hinterlassen – das reinste Chaos. Besonders schlimm wirkt sich dieses bei Gruppen aus, die zu acht am Tisch sitzen. Sind einmal alle weg, stehen Tassen, Kannen und Teller verlassen hier und warten darauf, von den Kellnern abgeholt zu werden. Tja, diese Kellner sind meistens damit beschäftigt, andere Gäste mit Kaffee zu bedienen oder das Buffet zu kontrollieren. Alle Tische kann man auch nicht auf ein Mal aufräumen.
Hat man also endlich mal die Zeit gefunden, nimmt man ein Tablett und sieht sich 2,3 oder mehreren Schlachtfeldern gegenüber. Der Kampf beginnt….
Meistens haben wir das eh schnell geregelt. Das Zusammenstapeln macht mir sogar Spaß ;) Gut ist es, wenn wir den Wagen benützen können, da geht vieles mehr drauf als auf ein Tablett. Wenn nicht, laden wir uns viel zu schwere Gewichte auf, mit denen wir unseren Rücken kaputt machen. Noch merken wir es nicht, aber in ein paar Jahren werden wir es bereuen!

Sonst mache ich zurzeit recht wenig. Ich schlafe, sehe mir diverse Filme an, surfe immer noch zu viel im Internet und schaffe es ab und zu, mich zum Brief- oder E-Mailschreiben aufzuraffen. Faulheit ist nicht umsonst eine der Sieben Totsünden. Obwohl auf mich laut Facebook eher Völlerei und Wollust zutrifft. Aber, ich sollte es ja nicht übertreiben – so schlimm bin ich auch wieder nicht.

Da hätten wir mal ein kleines Chaos jeden Morgen in der Arbeit, dass in eine leichte „Sisyphos-Arbeit“ ausartet… doch, was eigentlich viel wichtiger ist… das Chaos in einem selbst. Kann man da je Ordnung reinbringen? Kann ein Mensch so im Einklang mit sich selbst sein, dass er ganz sicher weiß, wer er ist, was er denkt und tut? Dass er keine Fragen an sich selbst hat? Vor allem, dass er weiß, was er fühlt…
Eine meiner Fragen ist, wie lange man braucht, um über eine Person, die man mal geliebt hat, oder in die man verliebt war, hinweg zu kommen. Wie es sein kann, dass in einem immer noch eine so große Zuneigung zu dieser Person lebt, und hofft, obwohl man sich doch gedacht hatte, damit abgeschlossen zu haben… obwohl man weiß, dass betreffende Person nicht mehr zu einem zurückkehren wird.
Kann man nach einer „erotischen Beziehung“ mit einer Person wieder zu einer normalen „Freundschaftsbeziehung“ zurück kehren? Stehen einem die Gefühle, die man einmal – oder immer noch – für die Person hat(te), im Weg? Kann es so sein wie vorher, kann man über Geschehenes hinweg sehen?

~und der Mensch heißt Mensch, weil er vergisst, weil er verdrängt, weil er hofft und liebt, weil er mitfühlt und vergibt, weil er lacht, weil er lebt...~

Grönemeyer ist mir hierzu ganz spontan eingefallen ;) Ich zitiere einfach viel zu gerne Liedtexte. Aber, was ich eigentlich sagen wollte… ich hab gerade keine Ahnung, wie es so im Allgemeinen um mich steht. Ich fühl mich irgendwie in der Schwebe – ich habe keinen „Zugang“ zu Dingen, Situationen und Menschen, die mein Alltag sind und mir nahe stehen. Ich bin auf Distanz zu den Dingen, die mich bewegen. Wenn man weit weg ist, kann man sich leicht eine Meinung zu etwas bilden, einen Entschluss fassen und sich noch so sicher sein – die Wahrheit weiß man erst, wenn man den Dingen gegenübersteht. Wenn man wirklich fühlt, was eine Situation für einen bedeutet. Auf Distanz kann man sich nur vorstellen, was man glaubt zu fühlen. Wichtig ist der Moment, in dem man die Gefühle fühlt und sie sich nicht mehr vorstellt oder ausmalt.

In meinem Zimmer ist es kalt. Der Sommer ist vorbei… Er verging so schnell. Es fühlte sich nicht wie Sommer an. Es fühlte sich gar nicht an… Wo sind die Zeiten hin, als ich noch jeden Tag im See verbrachte? Als ich mit Freunden Eis essen ging oder Radtouren machte… und nicht die meiste Zeit arbeitete, schlief oder vor dem PC saß.
Die Sommerferien sind ganz anders, wenn man sie mit Aufgaben füllt. Wenn man Arbeit hat, zu der man regelmäßig – wie zur Schule – erscheinen muss. Die Zeit vergeht schneller, wenn man sich auf etwas freut. Wenn man von einem freien Tag zum Nächsten denkt. Natürlich scheint die Zeit immer so lang zu sein… aber sie vergeht, und meist ist sie im Nachhinein kaum zu fassen. Als Kind lebte ich den Sommer, jeden Tag, interessierte mich nicht für Morgen, für Uhrzeit oder Wochentag, die Zeit war mir egal. Also war ich Zeitlos – wodurch man auch nicht sagen konnte, ob die Zeit überhaupt verging. Irgendwann war es dann langweilig… manche Freunde waren zu weit weg, man hing immer mit der Familie herum und hatte keine Aufgabe. Ich freute mich noch auf die Schule, bis ich ca. 16 war. Dann fing ich an zu Arbeiten – und hatte keine Sommerferien, die mir langweilig werden konnten ;)

Ich finde es lustig, am PC zu sitzen und ganz schnell zu schreiben. Ich glaub, das hab ich im vorhergehenden Post schon erwähnt. Ich würde auch so gerne Geschichten schreiben – aber es fehlen mir Ansporn und Kreativität gleicher Maßen… Ich habe keine Ideen, oder ich kann eventuelle Einfälle nicht umsetzen. Dann hab ich abwechselnd mal wieder keine Zeit und keine Lust.
Achja, das Leben ist schwer. Ich fühl mich ja im Moment gar nicht so schlecht, also sollte ich mich nicht aufregen! Ich bin zufrieden, gesund, verdiene Geld, habe Freunde und schönes Wetter. Was will man mehr? Noch Modelmaße haben, irgendwie berühmt sein, super singen, malen, tanzen und schreiben können, reich sein, blah blah – das alles braucht man doch gar nicht, zum Glücklich sein. Jeder Mensch hat seine eigenen kleinen Mosaikteilchen, die ihn zum Glück führen. So definiert auch jeder „Glück“ anders. Beziehungsweise den Weg zum Glück. Das Gefühl, denke ich mir, bleibt für alle gleich: Schwerelosigkeit. Der Flow-Zustand, in dem die Energie ohne Hindernisse durch den Körper fließen kann, einem alles gelingt, man rund um zufrieden ist, die Zeit und alle Probleme vergisst. Oder so in der Art ;)


Lieder: Mensch, Dieses Leben,

Dienstag, 11. August 2009

Gedanken am Abend

Hm. Was tun, wenn einem langweilig ist. Wenn man auf eine Person wartet, die nicht kommt, und man sich selbst nicht eingestehen will, dass man auf diese Person wartet. Bzw, niemanden sagen will, dass man auf diese Person wartet… schon gar nicht der Person, die einen warten lässt. Was, wenn sie eh nicht kommt? Warum warte ich schon wieder, verdammt noch mal? Mir scheint, mein ganzes Leben suche ich nur Gelegenheiten, wo ich warten kann. Hoffen. Hoffen, dass die Person Zeit hat, Zeit für mich. Jetzt ist es eine andere Person. Aber, es gibt immer eine Person, auf die ich warte, so scheint es mir. Meist darauf, dass sie online kommt. Dass ich mit ihr chatten kann.
Bei der letzten Person wartete ich darauf, dass sie sich überhaupt meldet. Dass sie mich liebt. Ich wartete auf ein besonderes Gefühl. Aber es kam nicht… die Hoffnung starb nicht, ich tat nichts als warten. Und dann wurde ich enttäuscht. Je mehr man hofft, desto größer ist die Enttäuschung. Wer kann mir sagen, wie man Hoffnung abstellt?!

Dieses ewige warten. Es ist, als würde ich meine Zeit vergeuden. Zeit, in der ich alles andere machen könnte. Zeit, die ich mit warten und hoffen verbringe. Zu demotiviert, um etwas Produktives machen zu können. Mit einem Gefühl, etwas machen zu wollen, mir etwas zu wünschen, nur nicht genau zu wissen, was es ist… Ich will es haben. Aber ich kriegs nicht, wie auch, wenn ich nicht weiß, was ES ist.
Im Internet surfen. Unsinnig. Lesen… es gibt interessante Geschichten. Blogs von Leuten, die, wie alle, irgendetwas haben, womit sie unzufrieden sind. Sie sind nicht unbescheiden… sie wollen nicht alles haben, was sie sehen. Sie haben nur dieses Gefühl… etwas, dass nicht ganz passt im Leben. Etwas, dass noch fehlt. Nur – was?

Meine Hände wollen tippen. Geschichten schreiben… Das wär jetzt schön. Doch woher soll ich die Kreativität nehmen? Die Geschichten, die ich anfing, als ich noch 16 war oder jünger, wie setze ich sie fort? Obwohl sich meine Interessen nicht viel geändert haben… sie sind nur älter geworden. So wie ich. Ich möchte schreiben… etwas kreieren, dass spannend ist, voller Gefühle, so real wie möglich, aus meinen eigenen Gedanken kommt… Aber ich weiß nicht wie. In welche Richtung soll die Geschichte gehen? Wem geb ich die Hauptrolle? Seufz… Brief schreiben oder Mail beantworten, das reizt mich gerade nicht. Da seh ich, dass ich so viel Arbeit vor mir habe – und fange deswegen gar nicht damit an. Das ist eine sehr schlecht e Eigenschaft von mir. Wie soll ich nur je die Motivation bekommen, meine FBA für Medieninformatik anzufangen?!

Eigentlich, als ich das hier anfing, plante ich gar nicht, es online zu stellen. Aber… für was schreib ich sonst?! Dass dieses Dokument auf der Festplatte vergammelt und mich nostalgisch werden lässt, wenn ich es in einem Jahr wieder lese? Nope. Auch wenn nicht viele je dazu kommen werden, dies zu lesen… auch wenn ich keine Kommentare krieg… das ist mir egal, weil, eigentlich schreib ichs ja nur für mich. Einfach, weil ich Lust habe zu schreiben. Nur keine Ideen. Einen leeren Kopf, in dem haltlose Gedanken herumschwirren, Gedanken ohne Anfang und Ende, die einfach in meine Finger fließen. Ich denke gerade nicht nach. Ich denke nur die Wörter, die ich schreibe. Wenn ich so schnell schreibe… dann hab ich gar keine Zeit zum Nachdenken. Ich weiß jetzt nicht, was ich später noch schreiben werde. Hab auch nichts Großes vor. Werde ich noch etwas schreiben?
Ha, ich mag es so zu tippen. Wenn die Finger über die Tastatur huschen und nicht unterbrochen werden… wenn ich bloß nicht so viele Fehler machen würde. Tippfehler in diesem Fall. Dann wäre der Schreibfluss noch schöner….

Achja, was fang ich damit an, was ich geschrieben habe? Was fange ich mit diesem Abend noch an? Werde ich wieder lesen gehen? Werde ich morgen wieder denken, der Tag war so sinnlos.. Zeit, die ich mit warten verbracht habe, warten darauf, dass die Zeit vergeht, dass ich endlich wieder daheim bin. Und was ist, wenn ich wieder daheim bin? Dann denke ich auf einen Sommer zurück, in dem ich nichts gemacht habe… Dann bin ich daheim, und warte wieder. Auf was ich dann warte? Weiß ich noch nicht. Nun, ich habe ja nicht direkt nichts gemacht… Ich habe viele neue Leute kennengelernt, hatte lustige Stunden, tat mir schwer, den einen oder anderen Dialekt zu verstehen. Verändere mich mit jedem Tag, ein ganz kleines bisschen. Was ist der Sinn dahinter? Sicher ist einer dahinter, ich möchte nur wissen, welcher. Wenn ich den Grund für das alles wüsste, vielleicht gings mir dann besser. Doch, wenn ich alles wüsste, dann, dann würde alles enden. Das ist natürlich nicht das, was ich will.

Ich weiß überhaupt nicht, was ich zurzeit will. Hab meine innere Ruhe noch nicht gefunden. Bin nicht im Reinen mit mir, bin nicht zufrieden. Was will ich? Bekomme ich das, was ich will, auch ohne zu wissen, was ich will? Merke ich es dann überhaupt? Damn, warum schreib ich hier so einen Müll zusammen… ich möchte doch nur schreiben… aber meine Gedanken weigern sich, eine Geschichte zusammen zu bekommen. Tjoah. Schicksal…

>> Komm mit mir, ich zeige dir meine Magie. Lass dich leiten… Glück ist die Magie in meinem Leben. Lass sie auch in dein Leben. Ich will dir Glück bringen. Bitte, lass mich dir Glück bringen. Erkenne die Magie im Glück. Komm mit mir. <<

Samstag, 8. August 2009

Nya.

Oi, hab schon lang nix mehr geschrieben… passiert nix mehr hier ;) Routine ist eingekehrt.. obwohl ich nächste Woche total andere Dienstzeiten hab und sogar Bufet machen darf (d.h, hinter der Bar stehen und das Frühstücksbuffet auf und abbauen). Am Samstag bin ich bei einer Hochzeit eingeteilt!!! Wuahhhh ~ wird sicher toll :D anstrengend zwar auch, und lange, und… aber, wurscht >< mal sehen, was für Leute das sind (und vor allem, wie viele o.O) Wenn die mich auf Schweizerisch anquatschen versteh ich nur Bahnhooooof….
Heute Mittag ist der berühmte Nebel wieder zu uns herunter gekrochen... bis man kaum mehr was sah. Die Terrasse war schon ganz dusig, und die Fahnen, 5-10 Meter entfernt, verschwanden schon fast ganz im Nebel. Wohin man auch sah, weiß, weiß, weiß. Wo ich kurz mal bei der Rezeption war, sah ich, dass man vor der Haustüre grad mal ne Sicht von 2 Metern hatte. Danach war ne weiße Wand. Nur auf der Straße konnte mans erkennen, als es plötzlich zum Schütten anfing!! Vor den Fenstern bogen sich die Baumspitzen vor dem weißen Hintergrund ;) Ich mag diesen Nebel. Er gibt einem so ein sonderbar gruseliges Gefühl :P Du siehst nicht, was dahinter ist, du siehst nicht, wenn etwas auf dich zu kommt… Man kann sich wunderbar die dahinter liegende Landschaft ausmalen, es kann alles dahinter sein, ein rießiger Berg, eine sanfte Hügellandschaft, eine Wüste, eine Flache ebene, das Meer… alles ^^ Nur man sieht es nicht. Egal wo hin ich sehe, See und Berge sind verschwunden, wir sind eine einsame Insel im Nebelmeer – schön :)

Haha, und während ich so schön vor mich her träumte und in den Nebel starrte, hatte ich komplett vergessen, dass man die Türe zum Personalraum nur von innen ohne Schlüssel öffnen kann – und ich hab sie zu gemacht!! So was passiert auch nur mir, so peinlich! Bin dann über den Rasen drum herum gerannt und oben bei der Terrasse wieder ins Hotel rein. Auf dem Weg ist mir seltsamer weiße so etwas wie ein moderner, ferngesteuerter Rasenmäher entgegen gekommen, das Teil war mutterseelen allein und ist utomatisch gefahren. Es war grad mal 20 cm hoch, klein und kompakt halt o.o Jedenfalls lauf ich vom Regen durchnässt ins Restaurant, Danilo und Marianne haben mich erst mal ganz entgeistert angekuckt und gefragt, wo ich plötzlich herkomme xDD Tjaja, war ein lustiges Erlebnis.
Mein Handy Netz hat auch irgendwie den Geist aufgegeben… Naja, wohl vom Nebel verschluckt. Ich schreib ja eh keine SMS, und telefonieren gibt’s auch net, also wurscht!!
Vielleicht gibt's nächstes Mal mehr ;) Bis dann... *gähn* *arbeiten gehen muss* -.-

Donnerstag, 6. August 2009

Ruf doch mal an ;)

Ruf' doch mal an, oder schreib' mir 'ne Karte!
Weißt du nicht wie sehr ich auf ein Lebenszeichen warte?
Schick' mir ein Fax und 'ne Email gleich dahinter ...
Ich bin voll erreichbar: Frühling, Sommer, Herbst und Winter! (Woohoo)
Ruf' doch mal an, ich sag' es dir ganz deutlich.
Ist es auch ein Ferngespräch, die Telekom, die freud' sich!

Ein Foto, das in meiner Schublade lag:
Du und ich mit 18, ein sonniger Tag.
Wir würden uns bald wieder sehen, das ham' wir gedacht.
Das Foto ist inzwischen ziehmlich angestaubt.
Wie viel Jahre ist das her, ich glaub' es sind 7.
Du zogst in die Welt hinaus und ich bin geblieben.
Ich hab' dich fast vergessen, dann hab' ich dich vermisst.
Jetzt will' ich wissen was aus dir geworden ist!

Ruf' doch mal an oder schreib' mir 'ne Karte!
Weißt du nicht wie sehr ich auf ein Lebenszeichen warte?
Schick' mir 'ne Mail und 'ne SMS dahinter ...
Ich bin voll erreichbar: Frühling, Sommer, Herbst und Winter! (Wooo)
Ruf' doch mal an, ich sag' es dir ganz deutlich.
Ist es auch ein Ferngespräch, die Telekom, die freud' sich.

Wir haben schon im Kindergarten Doktor gespielt.
und mit einem Schneeball auf den Nachbarn gezielt.
Später in der Schule: ein Herz und eine Seele.
Ich würd gern wissen, ob ich dir ein klein wenig fehle!
Wir waren Grund verschieden, doch das hat uns nie gestört.
Leider hast du meine Liebe nie ganz erhört ...
Gegensätze ziehn sich an, das ist nicht gelogen.
Doch ich hätt' dich ganz gerne auch mal ausgezogen!

Ruf' doch mal an oder schreib' mir 'ne Karte!
Weißt du nicht wie sehr ich auf ein Lebenszeichen warte?
Schick' mir ne' Mail und 'ne SMS dahinter ...
Ich bin voll erreichbar: Frühling, Sommer, Herbst und Winter!

Wiedervereinigung, das wäre mein Plan!
Du und ich, das wird vielleicht ein Fortsetzungsroman ...
Alte Liebe rostet nicht, das weisst du doch auch!
Du zauberst mir ein kribbeln in den Bauch!

Ruf' doch mal an oder schreib' mir 'ne Karte!
Weißt du nicht wie sehr ich auf ein Lebenszeichen warte?
Schick' mir 'ne Mail und 'ne SMS dahinter ...
Ich bin voll erreichbar: Frühling, Sommer, Herbst und Winter!

Ruf doch mal an

Sonntag, 2. August 2009

Und zwei Mal ging sie unter.

Gestern war Feiertag in der Schweiz. Der 1. August, an dem die Einwohner die Nation feiern – natürlich mit einem Festessen in Hotels und Restaurants ;) Alles war festlich geschmückt, überall das Kreuz der Schweiz zu sehen. Bzw., das weiße Plus auf rotem Grund. Ich war einem Bankett zugeteilt, 40 Leute die einen Geburtstag und ein Hochzeitsjubiläum feierten. 1. Gang um 19 Uhr, Mitternachts-Suppe und Käseplatte um 00:30. Aber ich muss sagen, ich hatte sicherlich weniger Stress als die anderen Mitarbeiter, aufgeteilt auf Bergstube, Seestube und Terrasse. Heute war die gesamte Mannschaft vertreten, plus drei Aushilfen, einen neuen Lehrling und minus Tiago und den Chefs, die auf Urlaub sind. Wie ich mitgekriegt hab, sind die anderen nur gesprungen. Janteela und ich waren dagegen ziemlich relaxt.

Zum ersten Mal – Schande über mein Haupt – hab ich hier den Sonnenuntergang gesehen. Er war recht schön, die Sonne ging genau hinter einem Berg unter. Zuerst sah man noch die stilistischen Schatten der Menschen, Tische und Gläser an der Wand, dann war das orange Licht auch schon weg. Der Berg, schwarz, mit einem leuchtenden, gelben Schein umher, und durch eine kleine Wolkengruppe abgegrenzt, der blaue Himmel. Herr Schaub erzählte mir, dass die Sonne manchmal so weit am Rande des Bergs war, dass sie zuerst unterginge – dann aber nach rechts wandere und nochmal sichtbar wurde. Also würde sie zwei Mal untergehen… Die Sonne ist ein Optimist. Egal, wie oft sie auch untergeht, sie taucht immer wieder auf und bringt den Morgen mit sich. Jeden Tag aufs Neue… Auch wenn’s Wissenschaftlich anders zu geht, ist es trotzdem ein gutes Beispiel. Egal wie oft dich das Leben zu Boden schlägt.. steh auf, steh auf für alle schönen Seiten, für all das Glück, für die Abenteuer, die auf dich warten! Die Sonne ist nicht unterzukriegen, und so sind es wir.

Um 22:30 zündete unser Haustechniker ein Feuerwerk unterm Känzli (da, wo der Außenpool steht und man eine wunderbare, uneingeschränkte Sicht auf den See hat). Leider musste ich zu der Zeit natürlich arbeiten ;) Aber ich konnte trotzdem ein wenig mit schauen. Feuerwerke sind eigentlich schon schön. Was mir aber besonders gefiel war die Nacht um mich herum, angenehm kühl, mit einer leichten Briese… da hätte ich mich leicht verzaubern lassen, einfach stumm dem Feuerwerk zugesehen… Leider war die Janteela neben mir, die mit ihrer aufgedrehten Stimme den vorbeigehenden Gästen nachmachte und ihnen sagte, wie schön das doch sei und „ohhh“ und „ahhh“; dann musste sie mir auch noch den weiteren Ablauf erklären. Seufz… Ich hatte schon ganz vergessen, wie gern ich die Nacht habe. Wie gern ich es überhaupt habe, irgendwo zu sitzen, auf eine schöne Wiese, einen See oder in den Himmel zu starren, und zu träumen... den Geist fliegen lassen, wo mich doch mein Körper an die Erde fesselt, entspannen und genießen. Einsamkeit, allein sein – ein bisschen davon braucht der Mensch. Wenn ich daheim bin, bei meiner nervigen Familie, dann wünsch ich mir immer meine Zeit für mich selbst. Und was mach ich jetzt? Wo ich so viel Zeit für mich habe. Naja, relativ viel. Ich sehne mich nach Gesellschaft… Und ja, ich denke, ich habe schon Heimweh. Aber nicht nach meinem „zuhause“, als was ich mein Elternhaus noch bezeichne…

Ahhhh was passiert nur mit mir xD Ich sitz hier in einem Chaos an Zimmer und friss Knoppers in mich hinein… obwohl mir eh schon schlecht davon ist. In einer halben Stunde muss ich arbeiten gehen, draußen regnet es und gewittert ein wenig. Ich freu mich auf den Abend. Internet ^^ ich sollte echt mal wieder was machen. Sonst vergammle ich langsam… Morgen hab ich frei J das ist super toll. Ich muss mir eine Hose kaufen gehen. Das Problem - > die Fahrt wird teuer -.- ohne Auto hat mans hier echt net leicht. Franken hab ich auch keine mehr. Werd wohl aus der Kasse ein paar rausnehmen, und in der Stadt dann einen Automaten finden, vom Konto abheben und wieder zurück in die Kassa tun. *seufz* ich will doch sparen hier ><>< *grml* unmotiviert. Von meinen 18 freien Tagen hab ich schon bald 6 verbraucht. Noch 12 freie Tage xD Und es ist schon August!! Hm, lol… im Oktober fahren wir nach London. Hätt ich fast vergessen :D ich freu mich auch darauf^^ Und arbeiten gehen werd ich wohl auch müssen. Am Wochenende… Jiah. Ich bin gespannt, was das neue Schuljahr bringt und ob Ichs schaffe, die Fachbereichsarbeit wenigstens ansatzweise anzufangen, bevor ich wieder daheim bin |D so, close your eyes, I’ll kiss you good bye. See ya ;)

PS: Oh, darüber bin ich jetz nur durch Zufall gestolpert: "Es ist, was es ist" (im Sleeping Sun - Video). Ich hab grad letzens darüber mit ner Freundin geredet :) Und jetz kommts da in nem Nightwish video daher ^^

Lieder: Verdammt ich lieb dich, Tu, Sleeping Sun