Dienstag, 11. August 2009

Gedanken am Abend

Hm. Was tun, wenn einem langweilig ist. Wenn man auf eine Person wartet, die nicht kommt, und man sich selbst nicht eingestehen will, dass man auf diese Person wartet. Bzw, niemanden sagen will, dass man auf diese Person wartet… schon gar nicht der Person, die einen warten lässt. Was, wenn sie eh nicht kommt? Warum warte ich schon wieder, verdammt noch mal? Mir scheint, mein ganzes Leben suche ich nur Gelegenheiten, wo ich warten kann. Hoffen. Hoffen, dass die Person Zeit hat, Zeit für mich. Jetzt ist es eine andere Person. Aber, es gibt immer eine Person, auf die ich warte, so scheint es mir. Meist darauf, dass sie online kommt. Dass ich mit ihr chatten kann.
Bei der letzten Person wartete ich darauf, dass sie sich überhaupt meldet. Dass sie mich liebt. Ich wartete auf ein besonderes Gefühl. Aber es kam nicht… die Hoffnung starb nicht, ich tat nichts als warten. Und dann wurde ich enttäuscht. Je mehr man hofft, desto größer ist die Enttäuschung. Wer kann mir sagen, wie man Hoffnung abstellt?!

Dieses ewige warten. Es ist, als würde ich meine Zeit vergeuden. Zeit, in der ich alles andere machen könnte. Zeit, die ich mit warten und hoffen verbringe. Zu demotiviert, um etwas Produktives machen zu können. Mit einem Gefühl, etwas machen zu wollen, mir etwas zu wünschen, nur nicht genau zu wissen, was es ist… Ich will es haben. Aber ich kriegs nicht, wie auch, wenn ich nicht weiß, was ES ist.
Im Internet surfen. Unsinnig. Lesen… es gibt interessante Geschichten. Blogs von Leuten, die, wie alle, irgendetwas haben, womit sie unzufrieden sind. Sie sind nicht unbescheiden… sie wollen nicht alles haben, was sie sehen. Sie haben nur dieses Gefühl… etwas, dass nicht ganz passt im Leben. Etwas, dass noch fehlt. Nur – was?

Meine Hände wollen tippen. Geschichten schreiben… Das wär jetzt schön. Doch woher soll ich die Kreativität nehmen? Die Geschichten, die ich anfing, als ich noch 16 war oder jünger, wie setze ich sie fort? Obwohl sich meine Interessen nicht viel geändert haben… sie sind nur älter geworden. So wie ich. Ich möchte schreiben… etwas kreieren, dass spannend ist, voller Gefühle, so real wie möglich, aus meinen eigenen Gedanken kommt… Aber ich weiß nicht wie. In welche Richtung soll die Geschichte gehen? Wem geb ich die Hauptrolle? Seufz… Brief schreiben oder Mail beantworten, das reizt mich gerade nicht. Da seh ich, dass ich so viel Arbeit vor mir habe – und fange deswegen gar nicht damit an. Das ist eine sehr schlecht e Eigenschaft von mir. Wie soll ich nur je die Motivation bekommen, meine FBA für Medieninformatik anzufangen?!

Eigentlich, als ich das hier anfing, plante ich gar nicht, es online zu stellen. Aber… für was schreib ich sonst?! Dass dieses Dokument auf der Festplatte vergammelt und mich nostalgisch werden lässt, wenn ich es in einem Jahr wieder lese? Nope. Auch wenn nicht viele je dazu kommen werden, dies zu lesen… auch wenn ich keine Kommentare krieg… das ist mir egal, weil, eigentlich schreib ichs ja nur für mich. Einfach, weil ich Lust habe zu schreiben. Nur keine Ideen. Einen leeren Kopf, in dem haltlose Gedanken herumschwirren, Gedanken ohne Anfang und Ende, die einfach in meine Finger fließen. Ich denke gerade nicht nach. Ich denke nur die Wörter, die ich schreibe. Wenn ich so schnell schreibe… dann hab ich gar keine Zeit zum Nachdenken. Ich weiß jetzt nicht, was ich später noch schreiben werde. Hab auch nichts Großes vor. Werde ich noch etwas schreiben?
Ha, ich mag es so zu tippen. Wenn die Finger über die Tastatur huschen und nicht unterbrochen werden… wenn ich bloß nicht so viele Fehler machen würde. Tippfehler in diesem Fall. Dann wäre der Schreibfluss noch schöner….

Achja, was fang ich damit an, was ich geschrieben habe? Was fange ich mit diesem Abend noch an? Werde ich wieder lesen gehen? Werde ich morgen wieder denken, der Tag war so sinnlos.. Zeit, die ich mit warten verbracht habe, warten darauf, dass die Zeit vergeht, dass ich endlich wieder daheim bin. Und was ist, wenn ich wieder daheim bin? Dann denke ich auf einen Sommer zurück, in dem ich nichts gemacht habe… Dann bin ich daheim, und warte wieder. Auf was ich dann warte? Weiß ich noch nicht. Nun, ich habe ja nicht direkt nichts gemacht… Ich habe viele neue Leute kennengelernt, hatte lustige Stunden, tat mir schwer, den einen oder anderen Dialekt zu verstehen. Verändere mich mit jedem Tag, ein ganz kleines bisschen. Was ist der Sinn dahinter? Sicher ist einer dahinter, ich möchte nur wissen, welcher. Wenn ich den Grund für das alles wüsste, vielleicht gings mir dann besser. Doch, wenn ich alles wüsste, dann, dann würde alles enden. Das ist natürlich nicht das, was ich will.

Ich weiß überhaupt nicht, was ich zurzeit will. Hab meine innere Ruhe noch nicht gefunden. Bin nicht im Reinen mit mir, bin nicht zufrieden. Was will ich? Bekomme ich das, was ich will, auch ohne zu wissen, was ich will? Merke ich es dann überhaupt? Damn, warum schreib ich hier so einen Müll zusammen… ich möchte doch nur schreiben… aber meine Gedanken weigern sich, eine Geschichte zusammen zu bekommen. Tjoah. Schicksal…

>> Komm mit mir, ich zeige dir meine Magie. Lass dich leiten… Glück ist die Magie in meinem Leben. Lass sie auch in dein Leben. Ich will dir Glück bringen. Bitte, lass mich dir Glück bringen. Erkenne die Magie im Glück. Komm mit mir. <<

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