Montag, 8. August 2011

ConQuest of Mythodea 2011 - Teil 1

Conquest of Mythodea

Es ist ein seltsames Gefühl, wieder in der „Realen Welt“ zu sein. Wirklich wirklich seltsam. Ich fühl mich nicht ganz, als würde mir ein Teil fehlen. Außerdem bin ich durcheinander. Aber gut, ich fang mal an zu erzählen :)

Auf dem Flug und der restlichen Hinreise war ich total demotiviert. Den restlichen Dienstag hab ich außer schlafen und ein bisschen durch die Stadt wandern auch nicht viel gemacht. Unsere Mitreisenden, die vom Schwarzen Kreis, waren eine unterhaltsame Begleitung. Außerdem gabs super Essen und ab und zu was zum Anstoßen. Top ;) Mittwochs gings so um 12 los, da hatte mich Ally fertig geschminkt und ich zog als Miez durch die Gegend. Leider fing es Nachmittags an zu regnen und ich wollte nicht, dass meine Schminke noch mehr verwischt wurde. Diese hatte diesmal nicht so gut gehalten wie auf den Tagen der Tapferkeit. Auch hatte ich meine Arm- und Beinstutzen vergessen, was ich durch ebensolche in schwarz ausgleichen konnte. Ansonsten fand mein Charakter guten Anklang, die Kinder in unserem Lager mochten mich :3 Diesmal hatte ich auch nur eine Kralle verloren, also stieg ich ganz gut aus xD In der Stadt gab es wirklich viel zu kaufen... nächstes Mal spare ich mir vor Mythodea Geld an, um es dort dann aus dem Fenster zu werfen. Yay! Am Abend, es war noch hell, hielt die SL eine Ansprache und dann waren wir IT. Die erste Schlacht fand auch schon vor unseren Toren statt, und unser Archon machte sich auf um ein Kind als Blutopfer zu fordern. Ich hielt mich eher im Hintergrund, Miez kann ja kaum was außer laufen. Durch die Turnschuhe ging das allerdings erstaunlich flott. Man sollte ihr eine Dokumenttasche um die Füße / Hände oder den Hals hängen und sie laufen lassen. Des Nächtens spazierten wir durch die Stadt und besuchten die Taverne „Mad Goblyn“ in der im NSC Lager wirklich immer was los war.

Donnerstag switchte ich dann in meinen Hauptcharakter, Marian. Ich verbrachte den halben Tag damit, meine Schwester zu suchen, wobei ich dazwischen von einer Viinshar zu einer halben Stunde Gefühllosigkeit verdammt wurde. Ausgerechnet darauf traf ich dann meinen In-Time Schwarm, Mandrit, im Tivar Khar’assil Lager. „Ich glaube, ich sollte mich freuen, dich zu sehen~“ Nette Begrüßung, oder? Bis zum Nachmittag lief ich den Weg zwischen dem Tivar Khar’assil Lager und dem Südlager, wo Ally, ich und der Schwarze Kreis lagerten, ziemlich oft hin und her. Und der war nicht unerheblich lang... Bin auf dem Larp an die 15-20 Kilometer gelaufen! Dementsprechend tun mir meine Füße heute auch weh. Irgendwann stattete ich auch mit Roh (keine Ahnung wie er sich schreibt) und Raal dem Luftlager bzw der Linzer Garde einen Besuch ab, wo ich meinen ersten und einzigen gescheiden Auftrag in Form eines Briefes von Amora (Priesterin der Lust und Liebe, soweit ich das mitbekommen habe) bekam. Eule konnte ich auch kurz Hallo sagen, sie war bei dem Tod Tallinas, dem ersten Königsritter des Archon des Südens, welcher von selbigen getötet wurde, dabei. Um etwaige Klarheiten aus dem Weg zu schaffen: Das Wasserlager wurde vom Schwarzen Eis und dem Untoten Fleisch geschliffen, wobei Tallinas uns los schickte, um Turchal zu seiner Hilfe zu holen. Dieser schritt kaum aus seinem Lager heraus, als sie von einer Gruppe Viinshars (ich weiß nicht, wie die geschrieben werden) angegriffen wurden. Aniesha Fey schnappte sich Turchal und versuchte ihn zu bezierzen, jedoch eilte ihm Tallinas zur Hilfe. Das war seine letzte Tat, Aniesha Fey verfluchte ihn damit, sich selbst zu vergessen und von den anderen vergessen zu werden. Damit dies nicht geschah, war es Tallinas eigener Wunsch, von seinem Archon getötet zu werden. Danach zogen sie mit seinem Sarg durch die Lager, um seine Geschichten und seinen Tod zu verkünden. Zur 4ten Stunde traf sich Marina mit unserer Herrin, Ganura Fidosi, und es gab ein Ritual oder sowas. Meine Erinnerung lässt hier nach, ich weiß noch, dass ich sie ständig suchte. Später liefen Diskussionen darüber, dass die Prüfung Terras nicht wahr sein konnte, da sie mit den Prinzipien Moiras, Nyamenanwärterin, bzw Regeln Terras nicht vereinbar war. Mit ihr fiel eine der fähigsten Nyamenanwärterinnen für den Süden weg, was Turchal und all ihren anderen Unterstützern überhaupt nicht gefiel. Botendienste erledigte ich nur wenige, obwohl ich doch dafür da war. Ich muss sagen, ich bin froh darüber, denn Läufer zu sein ist anstrengend. Also beschloss ich, dass Marian gerade Urlaub hatte, weil sie ja sonst als Botenreiterin im ganzen Land tätig war. In der Nacht machten sich Turchal und sein Lager auf ins Erdlager, um dort Terra zu ihrer Prüfung zu befragen. Ich fing da gerade erst zum Essen an und trotzdem schafften es Walter, der kleine Stefan und ich gerade rechtzeitig zum Ritual. Wie es das Schicksal so will lief mir direkt dort Mandrit über den Weg, dem ich gleich folgte. So wurde ich seine „Kreisbegleitung“ in Anspielung auf den Ball auf dem Con Jenseits der Siegel, wo ich seine Ballbegleitung war. Er war schon ziemlich fertig und konnte sich kaum vom Einschlafen abhalten, und dennoch gingen wir nach dem gut gemachten Ritual spazieren. Wir blieben auch brav IT und redeten über unsere Charaktere, bis wir auf der Mitte des Weges gebömfft (wie schreibt man das denn bitte?!) wurden. Wir blieben längere Zeit dort liegen, weil keiner von uns wusste, wie lang die Bewusstlosigkeit andauern sollte. Irgendwann begaben wir uns dann von der Mitte des Weges an den Waldrand und quatschten noch ein bisschen OT, bis der Matze fast einschlief und wir beschlossen, heim zu gehen. Also er beschloss das und ich begleitete ihn in sein Lager, bevor ich in meines aufbrach.

Freitags fing der Tag schon mal mit einem dringenden Botenlauf an, und für Marian endete er auch so. Dazwischen begleitete ich Raal und Marina auf ihren Erledigungen und beschaffte ihnen die Dinge, die sie brauchten. Nach mehreren Kämpfen und kleinen Ritualen bekam ich zwei richtige Botenaufträge, um der Nyame des Westens zu helfen. Der zweite Auftrag verlief leider Erfolglos, da der Empfänger die geforderten Dinge nicht besaß. Als mein Läufer-Begleiter und ich zum Lager zurückkehrten, fand gerade ein großes Ritual statt, dass ich mir eigentlich nur ansehen wollte. Natürlich kam es so, dass ein paar Krieger ungeduldig wurden und den Kreis verließen. Dadurch wurde eine Lücke frei, die der Läufer und ich auffüllten. So nahm das Schicksal seinen Lauf... nach langem ritualisieren der Magier wurde Aniesha Fey, die erste Tochter der Leere in den Kreis gerufen. Freiwillige stellten sich ihr einzeln zum Kampf und wurden nach einander getötet oder versteinert. Wie es die SL so wollte, wurde von 50-100 Personen genau ich ausgewählt, um von Aniesha Fey in den Kreis gezogen zu werden. Zuerst wurde ich verschont, doch dann begann der Schutzkreis zu schwanken. Farian von den Tivar Khar’assil, die diesen Kreis gemeinsam mit Xandros leitete, erkannte, dass ich in diesem Kreis entweder ausgeschaltet oder getötet werden musste, damit er sich nicht auflöste. In Panik und die letzten Minuten meines Lebens vor Augen suchte ich mir das Schwert eines Gefallenen und stürmte damit auf die angst einflößende Gestalt von Aniesha Fey zu. Ich traf sie, kurz bevor ihr Windstoß mich zu Boden schickte und sie mich versteinerte. Aus einer Laune heraus kam sie nach dem nächsten Angriff wieder zu mir zurück und beugte sich über mich. „Kannst du damit leben, wenn ich dich töte?“ Da sie schon so freundlich fragte, konnte ich OT unmöglich nein sagen. Also holte ich schweren Herzens Luft und erlaubte ihr mit meinen letzten Worten „Pech halt“ Marian in den Seelenkreislauf zu schicken. Der Schmerz über ihren Tod verfolgt mich heute noch, ich vergoss ehrliche Tränen, während ihres Todes, während den Ansprachen der Magier, Darius' und Marinas und während der Totenrede Mandrits zu Ehren eines seiner Kameraden im Südlager. Bis der Kreis endlich aufgelöst wurde, also Aniesha Fey besiegt, lag ich eine Ewigkeit im Gras und dachte darüber nach, was mit Marian alles verloren gegangen war... Am aller meisten trauere ich um ihre tragische Romanze mit Mandrit, die sich gerade erst entwickelte.... Marian hatte noch so viel vor sich, so viel zu erleben und zu erreichen... Später lag ich zwei Stunden als Leiche im Tivar Khar’assil Lager, bis es jemand schaffte, Marina zu finden um ihr meinen Tod zu berichten. Ihr Zusammenbruch trieb auch mir Tränen in die Augen... die Charaktere um mich waren so was von fertig mit sich und der Welt. Den restlichen Tag verbrachte ich OT mit Fotos machen und zuschauen. Matze fand ich erst sehr viel später, wo ich ihm, leider OT, von Marians Tod berichten konnte... Ich glaube, er fand es genauso schade, er schüttelte mich und sagte „Warum hast du nicht nein gesagt!!“ Laut Ally hätte es auch die IT Erklärung geben können, dass Aniesha Fey ja mit ihrer Erinnerung verbunden war, die ihrerseits viel mit Marina, meiner Schwester, zu tun hatte, wodurch Aniesha Nachsehen mit mir haben hätte können. Vielleicht ist es gut so, wie es ist. Dieser Tod war auf jeden Fall viel viel besser als Minusch's. Die Spieler und NSC's fanden diesen Tod heldenhaft und episch, einige meinten auch, sie wären auch gerne von Aniesha getötet worden. Zur Erklärung: Aniesha ist ne geile böse Sau XD.

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