Nach meinem Tod
Irgendwann in der Nacht beschloss ich dann, dass ich den Töchtern der Tugend beitreten will. Also lies ich mich von Matze zum Werkmeister schicken, der schickte mich zu einer Tochter der Tugend, die schickte mich weiter zur höchsten Tochter welche mich zur SL schickte, die mich blöd anguckte. Ich so „Mein Char ist gestorben, ich möchte einen neuen und dem Laienorden beitreten.“ SL: „Ahhh, du bist diejenige, die so heldenhaft gestorben ist heute?“ Marian ist eine Heldin! Von Ally weiß ich, dass meine Beerdigung ein High-Society-Event gewesen wäre: Das Südlager, die Tivar Karasil, die Boromadar, Eule, der Avatar Aeris (ehemalige Anisha Fey, also für meinen Tod verantwortlich), die Nyame des Westens und all diejenigen, die den Kreis erschaffen und Anisha geholt hatten. In der Nacht gings dann ins NSC-Zelt der Tivar Karasil, ich wieder: „Mein Char ist gestorben, ich brauch nen neuen.“ Und dann fingen sie mal an, mir über den Orden zu erzählen und im Endeffekt brachte Gerrit seinen (auch toten) Char Helian ins Gespräch und fragte mich, ob ich nicht seine Witwe spielen möchte. Somit wurde Johanna vom Kirschenhain erschaffen und mit dieser erreichte ich am Samstag mit und durch die Almahandra, Teil der Seele des mächtigen Gründers des Tivar Karasil-Ordens im Körper eine Frau (Hintergrundgeschichte würde den Rahmen dieses Blogs sprengen, Anm. d. Redaktion), das Lager. Dort wurde ich erst mal stehen gelassen, jemand so wichtiges hat ja viel zu tun. Bevor ich der obersten Tochter der Tugend reden konnte, begrüßte mich ein junger Krieger namens Mandrit sehr freundlich, wodurch er trotz meiner schlechten Laune einen überraschenden und positiven Eindruck hinterließ. Stell sich einer vor, man spaziert in ein Lager voller fremder Menschen in einem Fremden Land, gleich nachdem man vom Tod des Ehemannes erfuhr und ein fröhlicher Mann kommt her und sagt „Guten Morgen“. Einfach so. Er fragte mich dann auch noch nach meinem Namen, aber weiter kamen wir nicht, denn da kam die Tochter der Tugend wieder zu mir zurück und kümmerte sich um mich. Ich weiß bis jetzt nicht, ob er weiß, dass ich Helians Witwe bin. Hab ich ihm das erzählt? Ich hab mit so vielen netten Menschen geredet, all diese starken Krieger drückten mir ihr Beileid aus, mein Mann Adalbert, bei ihnen Helian genannt, war ihnen ein sehr guter Freund gewesen. Am besten unterhielt ich mich mit Simmarin, einem Werkmeister, während dieser das Abendmahl vorbereitete. Er brachte mir den Orden sowie das Land selbst und die Elemente näher. Die meiste Zeit des Tages saß ich traurig an der Tafel der Ewigen Schwerter und wusste nicht, was ich mit mir anfangen sollte. Zwischen drin verarztete ich zwei Menschen und verlor meine beiden Verbände. Ich las das raetische Volksblatt und besuchte das Magielager mit der Almahandra. Als es dunkel wurde, rief die Almahandra zum Feiern auf, eines der Dinge, zu denen sie in letzter Zeit nie Grund hatten. Zur Feier wurden Bauchtänzer und die „Pressgang“ eingeladen und es war wirklich wirklich lustig. Irgendwie schaffte ich es trotzdem, so ernst zu schaun, dass Mandrit mit den Worten vorbei kam „Lacht doch endlich, das ist eine Feier!“ Die Tänzerinnen waren schön und die Pressgang super lustig anzuhören. Darauf gingen wir gemäßigten Schrittes (wir waren wirklich langsam) zur Krönung der Nyame. Bei dieser Zeremonie konnte Johanna mehr über das System der Nyame und des Archons erfahren und sah sowohl alle vier Avatare und deren rechte Hand sowie eine - für die Krönung - von den Toten auferstandene Nyame. Als die Krönung zu ende war, rauschte der Orden, allen voran die Almahandra, im rasanten Tempo ab, hinter sich das Getöse des Feuerwerkes. Kaum im Lager angekommen, trafen auch schlechte Nachrichten ein – Leomir Greifenkind, der Liebling Aeris und Mitglied des Ordens, war verstorben. Mit dieser Nachricht ward jegliche Feierstimmung wie weggeblasen. Die Almahandra verbannte weiters den Magier Xandros, der einen Fehler begangen hatte. Sodann hielt sie eine Ansprache zu Ehren der verstorbenen Mitglieder des Ordens und Kinder ihrer selbst. Danach spielte Mandrit auf der Geige und eine Tänzerin tanzte den letzten Tanz zu Ehren der Verstorbenen.
Mitten in die endlos traurige Gesellschaft platze die SL und rief zum allgemeinen OT auf, da sie dem Leid nicht länger zusehen konnte. Tja und dann gabs Party ;) Viele plauderten noch kurz über IT-Sachen, dann sangen und redeten allen voran die Lager-SLs in English und der Alkohol erreichte auch mich und meine Gesprächspartner. Und wie er uns erreichte, das war lustig! Garian (IT – Name, den OT Spitznamen konnte ich mir einfach nicht merken.) lief mit seiner Flasche Met durch die Leute und war schon recht angeduselt, als er zu uns kam. Dort beschwerte er sich, dass er so viel Met habe – natürlich bot ich mich selbstlos an, seinen Met in meine Obhut zu nehmen. Tja, den soffen wir zu fünft in Rekordzeit aus. Zu der Zeit wurde es dann immer lustiger ;) Ich frag mich, warum sich die Leute sorgen machten, dass ich von der Bank fallen könnte. Soo schnell bin ich auch net betrunken. Wir plauderten über verschiedenste Dinge, über Musik und Bands, darüber wer gestorben ist und wie die letzten Tage waren. Matze erzählte Garian, dass wir eigentlich eine super tragische Liebesgeschichte hatten, was mich freute (es war nicht einseitig!) aber gleichzeitig traurig machte (es hätte noch was werden können ._.). Mit Manuel (OT-Name xD) und Garian verstand ich mich super gut, Garian kam aber eigentlich erst zu uns, als ich verzweifelt nach neuem Met rief – und diesen auch bekam ;) Der war zwar nicht so schnell weg, wir tranken aber auch nur zu zweit daran (wir rissen uns die Flasche gegenseitig aus den Händen xD). Ich beschloss, da ich doch schon ein bisschen müde war, dass wir schlafen gehen, wenn die Flasche leer ist. Kaum war nur noch ein fünftel drin, tauschte Garian die Flasche mit seiner aus, die noch zu 2/3 voll war. Tja, war wohl nix mit schlafen gehen! Wenn ich mich bloß erinnern könnte, was wir alles geredet haben, aber das war wohl irgendwie nebensächlich. Nachdem ich Matze davon überzeugt habe, dass ich den Weg alleine heim finde, kam ich so um halb 4 beim Lager von Tuachal (jetzt weiß ich auch, wie man den Namen schreibt) an und ging mit den anderen, die auch gerade am schlafen gehen waren, in unser Lager. Shira/Alex erfreute sich noch an meiner Trunkenheit und sobald ich das Bett berührte war ich eingeschlafen.
Sonntag morgen weckte mich Ally (in dem sie aufstand) so um halb 9 auf und wir machten uns langsam daran, unser Zeug zusammenzupacken. Ziemlich früh spazierte ich das erste mal zum Tivar Khar'assil Lager (in weiterer Folge: Orden) um meine Futterschüssel zu finden, die mir am Abend zuvor dreister weise geklaut wurde. Nebenbei plauderte ich mit den wenigen, die schon wach waren. Zurück im Südlager traf ich kurz auf Matze, und dachte mir, hey, praktisch, kann mich gleich so von ihm verabschieden. Baute dann mit Alex und Ally das Zelt ab, aber danach war Matze schon wieder verschwunden. Ally schleppte mich noch zum Supermarkt, dann zum Orden, wo ich mich von allen (außer Matze xD) verabschieden konnte. Zurück im Südlager wurde unser Zeug bereits auf den Laster verladen und wir konnten den Rest zum Treffpunkt zerren. Von Tuachal wurde ich wortwörtlich auf den Arm genommen, als er Ally zeigen wollte, dass sie ja einfach mich als IT-Baby verwenden könnte. Na klar xD Spater, um halb zwei, versuchte ich erneut mein Glück und lief zum dritten Mal zum Orden, um mich endlich vom Matze verabschieden zu können. Immerhin seh ich die Leute jetzt ca ein Jahr nicht mehr D:. Ich hatte Glück, er war grad drauf und dran sich ins Auto zu setzen und wegzufahren. Ziel erreicht, also wieder zurück zu den anderen Ösis und im Schatten zwei Stunden warten, bis unsere Taxis kamen. Am Flughafen pilgerten wir zum Mäcci und gesättigt wieder zurück zum Gate. Der Flug verging recht schnell, ich verschlief nen Großteil. In Wien angekommen fühlte ich mich erleichtert, aber irgendwie auch sehr seltsam. Ich glaube, ich hab immer noch an Marians Tod zu nagen. Es ist so so so traurig!! :( dazu fällt mir das Lied ein: Roseanne ._. Kann jemand herkommen und meinem Herz sagen, dass es aufhören soll, weh zu tun?!
8. Teil der Serie: Abschied von Ica, Lima, Peru.
vor 7 Jahren
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