Dienstag, 26. Juni 2012

Jenseits der Siegel 2012

 
Irgendwie witzig. Ich war vier Tage auf einem tollen Convent und kann mich an die Hälfte nicht mehr erinnern. Nein, nicht weil ich gesoffen hab xD Einfach so. Werde trotzdem versuchen, es so chronologisch zu rekonstruieren wie's halt geht. Da ich ja nicht mehr in Wien wohne fuhr ich dieses Mal schon Samstag Abends los, und hinter mir die Sinnflut (Es hat wirklich wie aus Kübeln geschüttet!). In Wien hatte ich auch gleich schon viel zu tun, Sonntags besuchte ich mit Großonkel, -tante und Schwester Schönbrunn, war sehr interessant und auch schön :) Danach mit Sarah im Cafè Neko, sowas von süß :) Leider gab es kaum noch Nachspeisen, die haben so einen Andrang das zu dieser späten Stunde nichts mehr da war. Im Übrigen folgen Bilder, wenn ich einmal Zeit dazu habe. Montags ging ich arbeiten... ehm ich ging ins LGZ um meine ehemaligen Kollegen zu besuchen. War ganz nett und nostalgisch. Mittags traf ich mich mit Ally und wir gingen fein essen. War echt lecker dort! Danach schmuggelte sie mich beim Schriftenworkshop ihrer Vorlesung, der war toll. Haben mit Hieroglyphen, Runen, Keil-, Kurrent- und Brailleschrift schreiben können. Daheim noch das letzte Zeug nähen, Dienstags einkaufen gehen und dann ging die ewig ewig ewig lange Fahrt los. Waren insgesamt (Hin- und Rückfahrt) 3 Mal Mäcci und einmal Burger King. Man kanns auch übertreiben!! Haben Christophs Schwester + Familie besucht, waren voll lieb alle zam :) Am Mittwoch Nachmittag um ca 14 Uhr schafften wir es endlich, auf der Location anzukommen. Boah das war ne Arbeit, echt jetzt XD (und ich war nur Mitfahrer xD)

Mein Charakter, Johanna vom Kirschenhain, tauchte ja schon auf dem letzten Spiel auf, und ihre Geschichte kann man ein paar Posts darunter nachlesen. Mittwoch geschah noch nicht sehr viel, wir reisten IT an, spielten ein wenig unsere Charaktere aus und lernten so die anderen halbwegs besser kennen. Ich ging relativ früh schlafen, zwischen 12 und 2 meistens, außer Samstag, aber das schreib ich später noch. In der Früh machte Ally mir immer eine andere Frisur :3 Wir wurden auch gleich IT geweckt, als Estus mit seiner Trommel zur Morgenandacht schlug. Nach dem dritten Mal versammelten sich die bereits wachen Tivar Khar'assil und wir beteten zu den Elementen. War sehr schön stimmig :) Am ersten Tag verließ ich das Lager kaum, ich unterhielt mich viel mit den Werkmeistern sowie Lovis, der schwangeren zweiten Tochter der Tugend. Die anderen waren alle nicht mitgekommen, leider. Wenn ich Zeit hatte, bearbeitete ich ein Stück Stoff und versuchte mir ein Töchter der Tugend Wappen zu sticken. Am Tage gab man uns die Aufgabe, uns mit dem Edalphi zu beschäftigen und mehr über ihre Einstellung gegenüber den Fluch und unsere Lösung, Genozid zu betreiben, zu erfahren. Ja, sie und die Tivar Khar'assil beschlossen einen Pakt, ein Bündnis, das besagte, dass sie Verbündete im Kriege wären und wir sie alle töten wenn die Ratio erwacht, und noch nicht widerlegt wurde dass das gesamte Volk ihr dann in die Hände fiele. Abends fand dann auch die Besiegelung und die Segnung des Bündnisses statt. Es waren viele Leute anwesend, aber als sehr störend empfand ich den roten Codex, die eine Art Gegenveranstaltung genau auf der Kreuzung neben unserem Lager betrieben. Das war ärgerlich, weil die so laut waren! Jedenfalls haben alle anwesenden Archonten und Nyamen ihren Segen gegeben (Ignis' Leute waren beschäftigt) und es gab nen Massen Schwur wegsm Eisernen Eid. Der dient dazu, dass die Menschen schwören den fünf Sakralen Elementen zu dienen und nicht eher zu ruhen, bis alle Verfemten vernichtet sind. Alle Eisernen Glaubens einen wir dann unter dem Banner. Es wurden auf dem kurzen Convent schon beträchtlich viele mehr. Gerüchte über eine Schwarzes Eis – Armee kursierten schon den ganzen Tag umher, und nachdem wir einmal sinnlos in eine nicht vorhandene Schlacht zogen ließen wir es diesmal gleich bleiben, zumal es stockdunkel war.

Am zweiten Tage wurde bei der Morgenandacht den Toten gedenkt. Ich durfte als erstes in Erinnerung an Helian Funkensturm etwas sagen. Die Totenrede für Leomir Greifenkind war aber ungleich epischer und fesselnder. Vormittags schlenderte ich mit den Werkmeistern und Lovis durch die Zeltstadt, ich fand viele schöne Dinge die mir gefielen. Verschlüsse für meinen Umhang, ein goldenes Stickgarn und eine hübsche schwarze Haarnadel mit einer Blume drauf. Für Terra ;) Um die Mittagsstunde wollte Mandrid unbedingt missionieren gehen, da ich mich aber schon sehr auf den Kräuterkunde Unterricht in der Volksschule Steinbrück (ich weiß den Namen echt nicht mehr) gefreut hatte, lies ich ihn mit Lovis alleine ziehen. Später erfuhr ich dann, dass ihre Mission frühzeitig abgebrochen wurde, da es einen Zwischenfall bei dem Portal gab, wo die Hilfe der Ewigen Schwerter gebraucht wurde. Unsere Truppen kämpften bis in die Nacht, die Nachrichten drangen nur vereinzelnd und zusammenhanglos zu uns vor. Es hieß, sie wollten nach A'shan gehen, doch wurde das Portal fehlgeleitet und von der Leere übernommen. Die Almahandra war für längere Zeit gefangen, was uns allen große Sorge bereitete. Als endlich alle wieder heimgekehrt waren, brachte die Almahandra schlechte Nachrichten mit. Leomir Greifenkind, den wir alle für tot glaubten, war im Geheimen noch am Leben. Er versuchte sich in der Luftebene zu regenerieren, mit Hilfe eines Ankers an einem geheimen Ort. Jedoch wurde dies verraten, und die Leere jagt Leomir jetzt. Seine fast beendete Regeneration wurde dadurch unterbrochen und wir wissen jetzt nicht mehr, wo wir ihn finden können. Wir hoffen, er schafft es trotzdem wieder zu uns zurückzukehren. Gleichzeit verbreiteten die Quai (üble Zeitgenossen, ich hatte zwar persönlich nichts mit ihnen zu tun, aber allein dieser eine Quai, der ständig mit Orathon stritt, war mir einfach zuwider. Außerdem befürwortet er den Pakt der 9... Häresie!) Geschichten über die Almahandra und die Tivar Khar'assil, die zwar nicht gänzlich gelogen waren, aber auf jeden Fall die Siedler gegen uns aufhetzen sollten. Deswegen musste Almahandra ihren treuen Eisernen Anhänger einen Teil ihrer Vergangenheit gestehen. Über eine verbotene Verbindung einer Quel'Assil und eines Alten Herrschers... Was für die Quai wie Frevel erschien, war für uns Eiserne nicht der Fall. Immerhin konnte die Almahandra, als Kind einer weit späteren Generation nichts für das „Verbrechen“ ihrer Ahnen. Wir waren alle froh, dass die Siedler das auch so sahen. Weitere doppelzüngige Geschichten gingen reihum, um die Siedler gegen uns aufzuhetzen, ich hoffe es war nicht von Erfolg gekrönt.

Der dritte Tag begann wieder mit dem Trommeln von Aestus. Die Morgenandacht verlief normal und ohne Zwischenfälle, diesmal war auch Alusei dabei. Im Laufe des Tages konnte sich Oranthon die Roter Codex Anhänger unterordnen, sie waren ganz begeistert von ihm. Ich wollte, nach einem kurzen Nachmittagsschläfchen, den Tanzkurs besuchen, auf dem ich mich seit jeher gefreut hatte – aber leider kam die Hochzeit des Ti'deons dazwischen. Nun war ich hin und hergerissen, ob ich an einem sozialen Event oder an einem Hobby teilnehmen sollte... Letztendlich wurde der Beginn der Hochzeit durch Zwischenfälle so weit nach hinten verschoben, dass sich locker beides ausgegangen wäre. Ich fühlte mich halt verpflichtet bei so einem außergewöhnlichem Ereignis unserer Bündnispartner anwesend zu sein. Immerhin finden Edalphi, dass eine Hochzeit Zeitverschwendung wäre. Meine Bemühungen, ihnen den Sinn selbiger zu erklären waren nicht sehr erfolgreich... es fiel mir doch schwer, sinnvolle Argumente zu finden. Die Hochzeit selbst war eigentlich schön, mit vielen Klischees und langen Reden ;) Goldener Kelch, weißes Band, zwei Ringe, Brot und Salz, Elementkerzen anzünden... alles war vertreten ;) Nach diesem freudigen Ereignis erreichten die Tumultartigen Zustände um ein paar dunkle Ignis-Kristalle, ihren Höhepunkt, und die Kriegstruppen zogen aus, um ein Ritual zu schützen. Es ging mit Unterbrechungen und Fehlschlägen durch ein Aerisportal an einen Ort, dessen Namen ich mir nicht merken konnte. Von der Schlacht bekam ich nicht viel mit, nachdem ein paar Ordensmitglieder verarztet werden mussten wurde meine gesamte Aufmerksamkeit von Aestus in Anspruch genommen. Den Armen hats schlimm erwischt... er hatte mir früher an dem Tag - in weiser aber unabsichtlicher Voraussicht – schon erzählt, wie ihn die Alpträume aus der Grauen Stadt und die unerfüllte Liebe zu unserer Edalphi Tochter der Tugend quälen. Dann traf ihn ein Fluch einer Vinshar, und er fühlte sich wieder in die Träume der Pestilenz zurückversetzt. Ich hatte Mühe, ihn überhaupt bei uns zu behalten, er driftete immer wieder in die Graue Stadt ab, oder wollte an die Front, weiter kämpfen. In seinem Zustand konnte ich ihn natürlich nicht gehen lassen. Als es besser wurde, traf ihn die Hiobsbotschaft... ich sah die Gefahr, konnte mich aber nicht entscheiden, ob ich verhindern sollte, dass Alnock ihm davon erzählt. Irgendwann hätte er es sowieso erfahren...? Yael, seine Edalphi, hatten ihren ersten Kuss an Otassio gegeben. Dieser durfte dadurch weiterleben, aber Yael musste ihr Liebstes dafür aufgeben. Wie ich später erfuhr, war das Aestus... also hätte es womöglich doch eine Chance für die beiden gegeben, denn man sagt zwar, Edalphi kennen keine Liebe, aber Mirabell hatte Alusei auch dazu gebracht, zu Heiraten. Seine Lebenserwartung war zwar um einiges länger als die der anderen, trotzdem war es eine Sensation in dem Elementarvolk Magicas. Ich kann nur froh sein, dass Aestus überhaupt mit uns zurück ins Lager ging. Er wäre am liebsten gleich nach A'shan zurück, um dort vor dem Ehernen Tor zu sterben. Die Almahandra redete später an diesem Abend mit ihm... ich hoffe, er kriegt sich in den Griff, aber aus meiner Sicht aus ist er ein geistiges Wrack, es gibt kaum noch Hoffnung... und ich habe versagt. Es hat mich wirklich hart getroffen, dass ich nichts erreicht hatte mit meinen Worten. Ich war doch dazu da, unseren Ewigen Schwertern, die tapfer für uns kämpfen, seelische Unterstützung zu geben!! Ich hatte Glück, dass Valbrannar Zeit hatte, um sich meiner anzunehmen... der äußerlich harte und wilde Barbar hatte auch eine sanfte Seite. Es war mir eine Ehre, diese kennenzulernen.

Später, es war schon fast Nacht, leistete Darius den Schwur, um als ewiges Schwert an Ophaliots Tafel aufgenommen zu werden. Wie Almahandra und Orathon bestätigten, war es dieses mal sehr knapp... Darius wäre fast an seiner Schuld gestorben. Wir alle bangten um sein Leben, und waren danach umso glücklicher, dass er jetzt ein vollwertiges Mitglied ist :) Zur Feier des Tages ging es in den Osten, wo uns die Pressgang wieder bestens unterhielt. „Rum! - Ja klar! - Rum!! - Ja klar ;)“ Lodrik, der neueste TK-Anwärter, begleitete mich diesen Abend lang. Es war sehr lustig, nach dem langsamen IT-OT Wechsel im TK-Lager, den eine zumindest besoffen wirkende Almahandra/Franzi einleitete „Do the F*ckening!“ (Was auch immer das bedeutet) machten wir einen Ausflug ins Westlager. Wir mussten erschrocken feststellen, dass das „Party-Lager“ IT feierte!! Lustigerweise hatte ich genau das vorhergesagt, schade dass Lodrik nicht mit mir wetten wollte ;) Nachdem es dann doch schon um 4 zum dämmern begann, kroch ich um 5 langsam in mein provisorisches Bett. Eigentlich war ich, wie die letzten drei Abende, überhaupt nicht müde... aber draußen gab es auch nicht mehr viel zu erleben, also blieb mir nichts andres übrig.

Die Heimfahrt war laaaannng.... Fand es toll die ganzen Leute mal wieder zu sehen, es ist doch iwie seltsam Freunde zu haben, die man nur als erfundene Figur kennt … ;) Leider hab ich mit Matze kaum was spielen können (mein Haupt-anspiel-Char vom letzten Jahr), wir hatten IT nicht viel miteinander zu tun. Naja, vielleicht nächstes Mal! Er hatte aber diesmal Frau + Kind dabei, die waren auch sehr süß! Vor allem die Szene mit ihrem ausgefallenen Zahn und der Nyame des Westens, Siobahn, die ich zufällig beobachtete, wird mir in Erinnerung bleiben – Siobhan hat echt alles, was eine Nyame braucht, Würde, Freundlichkeit Volksnähe und das Talent, das richtige zu tun. Ich hatte Glück, dass Christoph lang genug aushielt, sodass ich gar nicht fahren musste. Hockte hinten auf dem kleinen bisschen Platz das mir geblieben war (Foto folgt xD). Es war nebenbei bemerkt erstaunlich, wie viele Leute mir gerade in meiner Abwesenheit schrieben. Carmen gleich zwei mal, Dani, Verena und Andi luden mich unabhängig voneinander ein... und kaum war ich wieder online, schrieben mich zwei Leute an, mit denen ich seit Ewigkeiten nicht mehr gechattet hab. Was fürn Zufall ;) Ich war sehr froh wieder daheim zu sein, aber die ganze Woche war trotzdem toll, ein schöner Urlaub <3

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